privates Gespräch mit Bud Spencer

Nach einer umstrittenen Entscheidung im Sommer über die Wahl eines Namens für den neuen Tunnel wurde nun das Gmünder Freibad umbenannt. Zu diesem Anlass kam Carlo Pedersoli persönlich nach Schwäbisch Gmünd, um das “Bud-Spencer-Bad” einzuweihen.

Benedikt Elser und ich (HP Kuhnert) hatten das große Glück, vom Schwarzkopf&Schwarzkopf Verlag eingeladen worden zu sein, Carlo Pedersoli (Bud Spencer) persönlich zu treffen. Wir bekamen quasi als Pressetermin 15 Minuten mit Ihm zur freien Verfügung. Leider konnten nicht alle engagierten Bud Spencer Fans, die im Sommer für über 114.000 Stimmen für Bud Spencer Tunnel gesorgt haben, eingeladen werden. Stellvertretend haben Benedikt und ich ein gerahmtes Foto und ein paar selbst gebackene Plätzchen als Geschenk überreicht und ein paar Dinge signieren lassen. Was aber viel spannender war, was machen wir mit der ganzen Zeit, was sollen wir Fragen und wie ist Carlo Pedersoli so?

Bud Spencer privatJe näher der Treffpunkt kam, desto mehr stieg die Anspannung. Gegen 15:10 Uhr war es dann soweit. Wir trafen uns in einem Konferenzraum des Hotel Fortuna. Carlo Pedersoli saß an einem schmalen Tisch mit beigem Tischtuch, sein italienisch-Übersetzer neben ihm. Vor Ihm standen 2 Stühle… Plötzlich war es ganz komisch, wir begrüßten Bud Spencer freundlich und gaben ihm die Geschenke. Bei den Plätzchen schockte er uns aus Spaß gleich mal damit, dass er sie wegen Diabetis nicht essen würde, schmunzelte aber sofort. Das Eis war erstmal gebrochen und wir stellten Ihm ein paar Fragen und ein kleiner Dialog entwickelte sich.

Bud Spencer privatVon der ganzen Aktion im Sommer hat er eigentlich nur sehr wenig mitbekommen. Irgendwelche Leute wollen einen Tunnel nach ihm benennen. Seine Hauptinformationen gab es quasi mehrfach gefiltert aus den italienischen Zeitungen. Es war ihm sofort wichtig, uns zu erklären, dass er als Carlo Pedersoli auch nur ein normaler Mensch ist, und er keinerlei größere Bewunderung versteht und dass es in Deutschland sehr viele Sportler gibt, die es mehr verdient hätten, dass ein Bauwerk nach ihm benannt wird. Wir fanden dieses Statement äußerst ehrlich und bodenständig. Er ist überwältigt von dem ganzen Rummel, der um ihn gemacht wird. Bei den Autogramm-Stunden in München und Stuttgart gab es tausende Fans, und leider hat er kaum Zeit sich mit diesen auseinander zu setzen, denn es sind so viele, dass 1 Stunde nie ausreicht.

Nun ist aber erstmal Weihnachten und da hat er wieder etwas Ruhe, er wird nach Los Angeles fahren und seine Tochter besuchen, die er seit 12 Jahren nicht mehr gesehen hat. Wir haben noch über einige Dinge gesprochen, 15 Minuten können schon sehr lang sein. Er träumt auf jeden Fall, dass er noch ein “vereintes Europa” erlebt. Er hat noch so viel vor und fühlt sich im Kopf wie ein 28-jähriger. Im nächsten Jahr wird er auch wieder an einem Film arbeiten “Großvater Jesus”, und er erzählte von einem Plan, dass möglicherweise noch einmal ein “Plattfuss” gedreht werden soll. Auf jeden Fall hat er immer zu tun und gar keine Zeit alt zu sein.

Bud Spencer privatCarlo Pedersoli möchte als Carlo Pedersoli wahrgenommen werden und freut sich deshalb besonders auch als Ehrenbürger der Stadt Schwäbisch Gmünd sich als Carlo Pedersoli eintragen zu dürfen. Die Rolle des Bud Spencer ist “nur” ein Teil seines Lebens. Wir haben ihn als einen noch immer frechen und witzigen Menschen getroffen. Leider ist seine körperliche Verfassung sehr schwach, das aufstehen am Ende fiel ihm sichtlich schwer, aber er kämpft sich da durch. Als 82-Jähriger Mann sind einige Dinge einfach nicht mehr möglich, die Zeit nagt halt an jedem. (natürlich ist die Form auch nach solch einem straffen Tourplan nicht so toll). In Filmen wird er wohl erstmal nicht mehr zuschlagen können.

Wir haben noch ein paar Fotos gemacht und sind mit einem riesigen Grinsen verschwunden, nicht ohne ihm nochmal auszudrücken, wie sehr wir uns freuen und wie sehr er in Schwäbisch Gmünd willkommen ist.

Am Abend wurde er dann nochmal in Gmünd bei einer Signierstunde mit dem Chor begrüßt, den wir alle kennen. (“Coro Dei Pompieri -Altrimenti ci arrabbiamo” aus “2 wie Pech und Schwefel”) Der Oberbürgermeister Richard Arnold hat auch mitgesungen und man sieht ihm auch den Spaß an. So wie ich mit Herr Arnold sprechen konnte, ist er wirklich ein großer Fan und versucht alles, um Bud Spencer immer wieder nach Schwäbisch Gmünd zu holen.

3 Gedanken zu “privates Gespräch mit Bud Spencer

  1. Danke für eure Berichterstattung. Leider konnte ich nicht selbst kommen, aber immerhin bei euch etwas darüber lesen und ein paar Eindrücke bekommen.

  2. Bud hat seine Tochter seit 12 Jahren nicht gesehen?
    Da hat er wohl vergessen, dass sie ihn erst im August mit nach Berlin begleitet hatte ;-)

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