Fazit der “Montagsdemo” – laut Polizei mehr als 300 Teilnehmer

Die “Montagsdemo” ist vorbei, unser Fazit was am Ende des Tages übrig blieb.

Wir waren natürlich auch auf der Demo. Da “Die Partei” als Veranstalter alles “organisiert” hat, konnten wir uns ganz entspannt mit Benedikt in unserem Headquarter am Marktplatz 7 treffen und rüber laufen. Was spannend war, wir wussten wirklich nicht was uns erwartet. Die Hoffnung war lediglich, dass es keine Probleme gibt.

Als wir vor Ort angekommen waren, waren schon viele Menschen da und es bildeten sich Gruppen von Lokal-Reportern, Radiosendern und ein Film-Team von RegioTV versuchte die Bilder einzufangen, die geboten wurde. Oft waren Demo-übliche Banner zu lesen und natürlich war es eine Werbe-Plattform für die Satire-Gruppe “Die Partei”. Oft wurden wir gefragt was denn nun das Program wäre, aber wir wussten es ja selbst nicht.
Gegen 21 Uhr kam dann ein junger Mann mit einem (mikroskopisch großen) Megafon, und erzählte etwas. Leider konnte man nur sehr wenig verstehen, aber es waren zu großen Teilen Floskeln zum Protest. Am Ende musste man bei dieser Veranstaltung nicht das Zauberwort “Weltfriede” sagen, sondern “Bud Spencer” und das Publikum grölte und applaudierte.

Wie die Polizei mir mitteilte waren wohl mehr als 300 Teilnehmer auf der “Montagsdemo”. Die Veranstaltung hatte mir allerdings zu viel politisches Gehabe und war wirklich schwach organisiert. Man hätte neben einem vernünftigen Megafon schonmal sicherstellen können, dass jemand da ist, der eine vernünftige Rede hält und auch anleitet, wie es weiter geht. Das hat “Die Partei” jedoch nicht wirklich hinbekommen.

Trotzdem bin ich froh, das es diesen Aufruf gab und insgesamt ist es doch ein tolles Argument, dass laut Polizei-Angaben mehr als 300 Menschen friedlich ihre Stimme zeigen wollten. Ich wäre gespannt wie viele Menschen für “SALVATOR-Tunnel” oder “STAUFER-Tunnel” zusammen kämen. Da auf der Demo unterschiedlichste Menschen von jung bis alt waren, konnten wir uns ein schönes Bild machen. So ist zum Beispiel der bekannte Medienkünstler WALTER GIERS (siehe Foto) dabei gewesen, der als Pionier der Elektro-Kunst zählt. Herr Giers ist 74 Jahre alt und lebt seit 1960 in Schwäbisch Gmünd. Er sagte, dass er der Name doch super für die Stadt ist und “was man sich da so anstellen würde.”

Auf jeden Fall ist die Bewegung noch nicht zu Ende. Wie brisant das Thema noch immer wahrgenommen wird zeigt, dass laut unseren Informationen am Mittwoch zur entscheidenden Gemeinderat-Sitzung wohl 15 Kamera-Teams dabei sein werden.

Und um nochmal zu zeigen, wer Bud Spencer ist, hier ein paar Sprüche und Szenen. Allein die Sound-Effekte… Wahnsinn, so muss sich der Hall anhören, wenn man z.B. in einem 2,2 km langen Tunnel eine Ohrfeige bekommt :-)

Bud Spencer Tunnel. Logo

6 Gedanken zu “Fazit der “Montagsdemo” – laut Polizei mehr als 300 Teilnehmer

  1. So Ihr lieben… Wenn eine Werbe-Firma Profit aus dieser Geschichte zieht und z.B. T-Shirts für die ganze Geschichte drucken lässt, um Geld zu verdienen, brauchen wir uns nicht anhören, dass wir es für Werbe zwecke benutzen… Einfach traurig, da IHR Profit daraus schlagt… Walter Giers ist zum Bleistift auch wegen der Partei erschienen. Ob man sich aus der ganzen Geschichte einen Spaß macht, wie die meisten von uns die ERNSTHAFT den Namen wollen und ihre Ablehnung “herkömmlicher” Politik zum Ausdruck bringen wollen, oder ob, wie schon oben genannt, Geld damit verdient wird.. Die nächsten Wahlen sind soo weit entfernt, dass sowieso niemand sich daran erinnert und man deswegen keiner “Partei” vorwerfen kann, dies für politische Zwecke zu nutzen. Die Partei agiert hier wie immer Volksnah und macht sich zum Sprachrohr aller Basisdemokraten.

  2. Guten Morgen, Danke für deinen Kommentar auf den wir gerne eingehen.
    Weder schreiben wir was von anstehenden Wahlen noch schreiben wir was gegen die Partei. Ich habe ehrlich gesagt auch viel zu wenig Ahnung von Euch und der Motivation, als dass ich da was sagen könnte. Wir haben trotz des bekannten Veranstalters (Die Partei) unzählige male aufgerufen zur Montagsdemo zu gehen, weil wir auch das große Ziel sehen. Wir schreiben auch, dass es ein Erfolg ist und den wollen wir Euch gar nicht streitig machen. Wenn Ihr in der Nachbetrachtung die Demo besprecht werdet ihr sicher neben dem Teilnehmer-Erfolg auch selbst kritisch darauf schauen, dass nunmal das Megafon äußerst suboptimal war und dass die Reden besser vorbereitet hätte sein können. Ich denke das ist eine konstruktive Kritik und Meinung zu der Ihr selbst kommen werdet und mit der man umgehen kann. Ganz klar ist doch auch, dass ihr das organisiert habt und dezent “Werbung” machen sollt, aber für das gemeinsame Ziel des Tunnel-Namens spielt ihr den “Gegnern” doch in die Karten wenn es eher als Partei-Politische Demonstration erscheint. So kann man als Gegner all die Leute leicht abtun (auch aus Unwissenheit über die Partei) und sagen das sind doch “Witzbolde” (wie leider schon oft in den Medien berichtet)
    Vielleicht hätten wir uns ja auch abstimmen sollen, denn wir ziehen am gleichen Strang!

    So und bevor du jetzt ausrastest, dass wir doch nicht am gleichen Strang ziehen, weil wir ja Werbefuzzis sind, gehe ich auf das beliebte, polemische Thema Profit ein.
    Wo genau machen wir also Profit? Die T-Shirts werden verkauft. Wir verdienen daran eigentlich nix. Das sind keine Großhandel-Bestellungen aus China, das ist keine billige Onlinedruckerei aus Polen. Versuch mal innerhalb von 1 Tag so viele Shirts zu besorgen (aus dem normalen Handel “Fruit of the Loom” überleg was die alleine ohne Druck kosten), das Design zu machen, neben der normalen Arbeit die T-Shirts zu drucken. Glaub mir unsere Jungs von TypeTeam aus Aalen arbeiten unter Volldampf als Idealisten, dass wir ein gemeinsames Bild abgeben können und ne schöne Erinnerung haben.
    Wir als Werbeagentur haben mit Sicherheit so gut wie gar nix über unser eigenes Dienstleistungs-Angebot geschrieben als Werbugn gemacht. Rechne also mal aus was für Profit wir machen, wenn wir innerhalb so kurzer Zeit quasi das ganze Team einsetzen, damit der Tunnel den richtigen Namen bekommt. Ich selbst habe heute das erste mal seit letztem Mittwoch wieder mal 6h geschlafen, da ich nen echten Job habe der auch gemacht werden muss, um wirklich Geld zu verdienen. Was ich sagen will, wir hängen voll drin mit aller Leidenschaft und Herz. Für die gleiche Sache für die Ihr dabei seid. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wo ich auch nur annähernd Geld verdienen soll, im Gegenteil auch ohne Personalkosten habe ich auch selbst einiges ausgegeben und die Leute von TypeTeam (auch auf dem Foto) sind genauso jung wie wir alle und voll hinter der Sache. Wir waren alle bei der Demo.
    Wenn also Profit gemacht wird, dann vielleicht so viel, dass wir nach 1 Woche Arbeit (Tag und sehr viel Nacht) vielleicht alle ein Eis essen gehen können, und wenn es nach mir geht einen “Bud Spencer Eisbecher”!
    Danke für das Verständnis und den Support!

  3. Pingback: Bud-Spencer-Tunnel: Schwäbisch Gmünd zwischen Krisen-PR und Social Media Shitstorm

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